Fitness

Training als Zeit für sich selbst

Das Sporttraining ist seit ca. 20 Jahren essentieller Bestandteil meines Lebens. Ich mag meinen Körper und er ist es mir wert, ihn in Schuss zu halten. Ich mag den gesundheitlichen Aspekt von Sport, den ästhetischen Effekt und auch die persönliche Zentriertheit. Die Trainingszeit ist für mich jene Zeit, in der ich einen ganz anderen Fokus habe und es ausschließlich – ganz egoistisch – mal nur um mich geht und um niemand anders. Mein tägliches Leben besteht daraus, dass ich Menschen begegne, sie bzw. ihre Visionen verstehe und daraus etwas mache, sei es in der Fotografie, in den Videos, durch Werbekonzepte oder im Coaching. Deshalb tut es nicht nur gut, sondern es ist für meine Kreativität auch essentiell, den Fokus auch einmal auf mich zu richten.
 
 
Wie, wo und wann ich trainiere
 
Ich trainiere regelmäßig und habe gelernt, zu fühlen, welche Trainingsintensität mir gut tut. Ich trainiere in Wien im John Harris (Margaretenplatz), auf Reisen in den jeweiligen Hotels oder in Fitnessclubs vor Ort. Meine Übungen sind meist weit weg von den Geräten. Ich mag es, wenn das Trainingsgewicht mein Körper ist. Am liebsten trainiere ich im Freien und da braucht man sowieso nicht mehr, als sein eigenes Körpergewicht, ein TRX Band ist ganz hilfreich und der Rest findet sich. So trainiere ich im Central Park in New York, genauso wie an der italienischen Küste, oder an einem meiner liebsten Orte überhaupt, im Schlosspark von Schönbrunn – ganz zeitig in der Früh.
 
 
Insidertipp für Wiener und alle die es noch werden wollen
 
Macht mal Folgendes! Geht um ca. 6.30 oder 7 Uhr in der Früh in den Schönbrunner Schlosspark. Die Stimmung bevor die Massen dort sind, ist unglaublich. Diese Ruhe und das Licht in Verbindung mit dieser unglaublichen Weite in der Gartenarchitektur lassen mein Herz einen großen Sprung machen.

Übungen die ich regelmäßig (und vor allem überall) in mein Training einbauen kann

Starte mal mit Kniebeugen. Am besten machst du das so, als ob du dich rückwärts auf einen Hocker setzt. Üb’ das mal zuhause und stell dir einen Hocker hin, dann bekommst du das Gefühl dafür. Wenn du in die Knie gehst, achte darauf, dass diese niemals über deine Fußspitzen reichen. Beim Runtergehen gib die Arme rauf und beim Raufgehen dann runter. Ich mache davon ca. 3 – 4 Sätze mit jeweils 15 – 20 Wiederholungen. Um das Ganze zu intensivieren, kannst du bei jeder zweiten Wiederholung ca. 10 Sekunden unten bleiben.

Weiter geht’s mit Liegestütz in Schräglage. Dazu stellst du die Beine auf eine Bank. Achte darauf, dass dein Rücken gerade ist und der Kopf, obere Rücken und Hüfte eine Linie bilden. Ganz wichtig ist, dass die Arme am Körper anliegen. Behalte deine Ellenbogen ganz eng am Körper und drück' dich kontrolliert nach oben und lass dich auch langsam und kontrolliert wieder nach unten sinken. Ich mache davon ca. 3 – 4 Sätze mit jeweils 15 – 20 Wiederholungen.

So, nun weiter mit dem TRX Band. Befestige es an einem Baum, oder so wie ich hier an einem stabilen Zaun. Diese Übung trainiert deine komplette Rückenmuskulatur. Durch den Neigungswinkel kannst du die Trainingsbelastung wählen. Streck' deine Arme langsam aus und verlagere den Körper nach hinten. Dein gesamter Körper bleibt dabei gestreckt. Wenn du die Griffe an dich heranziehst, bewegst du den Körper.

Weiter geht's mit Klimmzügen – eine der effektivsten Rückenübungen, die aber auch gleichzeitig die Arme gut mittrainiert. Nachdem Klimmzugstangen ja nicht überall herumstehen, kannst du auch dafür das TRX Band verwenden. Achte bei der Übung darauf, dass deine Arme nicht völlig durchgestreckt sind und dass du eine Beugung im Ellenbogengelenk hast. Der Rücken ist durchgestreckt, die Beine sind angewinkelt. Zieh dich nach Oben und lass dich langsam wieder nach unten. Tja, das machst du, so oft du kannst – aber auf jeden Fall 3 Sätze lang, auch wenn es nur je eine Wiederholung ist. Das wird schon!!!

Und das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss: Burpees – eine sehr effektive Ganzkörperübung. Sie setzt sich aus Kniebeugen, Liegestütz und Hocksprung zusammen. Dabei wird nicht nur deine Kraft bzw. Koordination, sondern auch deine Ausdauer trainiert. Du startest im hüftbreiten Stand und gehst in die Kniebeuge. Aus dieser heraus stützst du deine Hände vor dir cirka schulterbreit auf und bringst die Beine mit einem Sprung nach hinten, sodass du in die Liegestützposition kommst. Jetzt machst du einen Liegestütz, holst die Beine mit einem Sprung wieder zu deinen Händen nach vorne und machst aus dieser Position heraus mit voller Kraft einen Sprung in die Höhe, dabei wirfst du die Arme in die Luft.

Trink dazwischen unbedingt Wasser! Wenn du keine Wasserflasche mithast, kein Problem – es gibt in Schönbrunn genügend Trinkbrunnen.

 

Text: Nik Pichler - Life Style Blog: blog-nikpichler.com

Fotos: Manfred Sodia

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